• Schwarzes Moor bei Nacht und mit Bäumen   © A. Hänel

  • Ebersburg   © Werner Klug

  • Orion mit Gasnebeln   © A. Hänel

  • Hoch hinaus bei Schnee   © Gerda Wynants

  • Wanderparkplatz rotes Moor   © Tobias Hofmann

Internationaler Sternenpark Rhön

Nachts draußen unterwegs sein und das Abenteuer Dunkelheit erleben

In der Dunkelheit auf schmalen Pfaden wandern. Sich zwischen dicken Baumstämmen durchtasten, bis man schließlich auf eine große Lichtung ankommt und den Nachthimmel über sich entdeckt: Wer dem Himmel ganz nah sein will, macht sich am besten auf eine Reise zum Internationalen Sternenpark in der Rhön. In dem als Dark Sky Reserve ausgezeichneten Gebiet steht die Dunkelheit quasi unter Schutz. Damit ist der Sternenpark der ideale Ort, um in absoluter Dunkelheit Sternbilder und Milchstraße bewundern zu können.

Auf Sternenwanderungen

Um Sterne zu beobachten braucht man keine Ausrüstung. Gutes Schuhwerk, wetterfeste und warme Kleidung, warmer Tee und Kekse sowie die Sternenkarte, die man vor Ort bekommt, genügen, um nachts unterwegs zu sein und den Nachthimmel zu erkunden. Los geht es etwa eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang. Dann erscheint der Himmel tief dunkel. Noch besser sind die Sterne zu erkennen, wenn auch der Mond untergegangen ist. Ein Nebeneffekt: In der Dunkelheit wird das Gehör geschult. Bald verlieren die Geräusche der Nacht ihre Bedrohlichkeit. Nun kann der romantische Teil der Sternenwanderung beginnen. Wer dafür den besten Ort sucht, der orientiert sich am besten an den Navigationsdaten auf der Webseite des Sternenparks: Eine Karte zeigt die Orte, an denen der natürliche Nachthimmel besonders gut zu beobachten ist.

Wen es nachts allein im Wald doch gruselt, der schließt sich einfach einer der vielen öffentlichen Nachterlebnistouren oder Sternguckerwanderungen an. Speziell ausgebildete Guides führen dabei durch den Park und erzählen Geschichten rund um die Nacht und den Sternenhimmel.

Lichtverschmutzung, nein danke!

Viele Sterne sind nur bei Nacht und bei völliger Dunkelheit zu sehen. In den Städten bleibt ein großer Teil von ihnen unsichtbar. Das liegt an der Lichtverschmutzung, also den vielen Lichtern und Beleuchtungsmittel, die den natürlichen Nachthimmel erhellen. Welche Auswirkungen die Lichtverschmutzung auf nachtaktive Tiere, Pflanzen und sogar den Menschen selbst hat, wird im Sternenpark ebenfalls thematisiert. In Führungen, Vorträgen und Workshops wird gezeigt, was gegen Lichtverschmutzung unternommen werden kann.

Essen, trinken, schlafen

Der Gasthof Krenzers Rhön in Ehrenberg-Seiferts nahe der Wasserkuppe widmet sich ganz dem Rhönschaf und der Nutzung regionaler Produkte. Hier kann man lokale Spezialitäten verkosten, den hauseigenen Apfelsherry trinken und im Schäferwagen übernachten. Rund um Ehrenberg-Seiferts gibt es einige der schönsten Orte zur Himmelsbeobachtung.

 

 

Warum hinfahren?

Weil niemand die Nacht und den Sternenhimmel so lebendig machen kann wie Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank. Ihre Sternenpark-Führungen sind ein ganz besonderes Erlebnis und öffnen Unwissenden die Pforte zur Dunkelheit. Wer einmal mit Sabine Frank unterwegs war, sieht Leuchtquellen mit anderen Augen und versteht, warum es für Menschen, Tier- und Pflanzenwelt so wichtig ist, dass auch mal Nachtruhe herrscht.