© Christina Marx

Naturpark Taunus

Wo liegt der Naturpark?

Der Naturpark Taunus (NRP) ist der zweitgrößte Naturpark Hessens mit 134.775 ha und liegt direkt vor den Toren des Ballungsgebietes Rhein-Main, nur 30 km nordwestlich von Frankfurt, entfernt. Der Taunus hat damit wie einige andere Mittelgebirge in Deutschland den Vorteil, von vielen Menschen gut erreichbar zu sein. Der Naturpark umfasst die 6 Landkreise Hochtaunuskreis, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Main-Taunus-Kreis, Wetteraukreis, Landkreis Gießen sowie die Stadt Frankfurt/Main und zieht jährlich 18 Millionen Besucher an. Der  Hochtaunus mit dem Großen Feldberg ist die Hauptattraktion und immer sehr gut besucht, während das Usinger Hinterland, kaum 8 km weiter weg, mit seinen Naturattraktionen wenig bekannt und ohne Auto nicht gut erreichbar ist.

Was macht den Naturpark aus?

Im Naturpark Taunus verbinden sich Natur und Tourismus auf perfekte Weise. Die besondere Kombination aus Natur und Kulturvielfalt aus über 2.000 Jahren bietet vielfältige Reiseanlässe und Attraktionen – sowohl für Tagesbesucher wie für Gäste aus NRW und Rheinland-Pfalz. Das „Tor zum Taunus“ in Oberursel verfügt über eine ÖPNV-Anbindung.

Was kann man hier erleben?
  • Naturparkzentrum mit Restaurant, Tourismus-Info, Ausstellung und E-Bike-Verleih
  • Aktiv draußen in der Natur sein: Wandern, Radfahren (Rennrad, Tourenrad, E-Bike, MTB), Skifahren
  • 220 Wanderwege und -steige mit einer Gesamtlänge von 1.350 km
  • geführte Wanderungen durch geschulte Naturpark-Führer
  • zahlreiche Zelt-, Grillplätze und Liegewiesen
  • sportliche Angebote wie MTB-Flowtrail und div. Laufveranstaltungen
  • Freilichtmuseum Hessenpark, Opel-Zoo, Römerkastell Saalburg, Freizeitpark Lochmühle
Warum ist der Naturpark als Partner für das Projekt Katzensprung besonders interessant?

Der Naturpark ist ein Zweckverband der Landkreise; der aktuell wiedergewählte Landrat ist sehr engagiert. Die enge und sehr gute Zusammenarbeit mit Taunus Touristik Service e.V. (TTS), beide sitzen unter einem Dach und verfolgen  die „open door“-Politik, macht Entscheidungswege kurz und unkompliziert, auch das Amt für ländlichen Raum ist sehr interessiert an nachhaltigem Tourismus und einer guten Zusammenarbeit. Hier ist schon viel Potenzial, das genutzt werden kann.

Nachhaltigkeit:

Der NRP ist extrem gut mit den direkten touristischen Nachbarn vernetzt, das Engagement  rund um das Thema Nachhaltigkeit wird gemeinsam geplant und ausgebaut. Der südliche Teil ist sehr gut an den ÖPNV angebunden, es gibt ein nicht so gutes Angebot im Hinterland. Eine Idee ist, auf der Naturparkseite einen CO2-Fußabdruck-Rechner zu integrieren, der den CO2-Ausstoß ermittelt, nach dem Vorbild des NRP Nordeifel.

Regionalität & Zielsetzung:

Der Naturpark punktet vor allem mit dem Waldheilweg und Waldheilbus, dem Weiltalbus (Fahrradbus), dem MTB-Flowtrail, dem Taunus-Informationszentrum, den Bauernmärkten für regionale Produkte und dem vorhandenen E-Bike-Konzept mit variablen Abgabestationen. Alle Parkplätze im Naturpark sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, der Große Feldberg ist auch mit dem ÖPNV erreichbar, nicht nur mit gesonderten Wander- bzw. Shuttle-Bussen.

Reiseanlass & Zielgruppe:

Der Hauptreiseanlass für die Besucher des Naturparks/der Region sind ganz allgemein die Kurzzeit- Naherholung in der Natur und die kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die Gäste kommen aus dem gesamten Einzugsgebiet rund um den Naturpark (Hessen – Rhein-Main-Gebiet; NRW, darunter Aktivurlauber, Sportler, Messegäste und Tagesausflügler, aber auch Busreisende. Relativ neu sind vermehrt die sog. Volunteers, die sich freiwillig im Naturschutz engagieren möchten (z. B. Teambuilding-Aktionen, Schulprojekte).

Welche Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz hat sich der Naturpark gesetzt?

Bei der Vernetzung der einzelnen  Akteure untereinander besteht noch viel Handlungsbedarf, Kommunen haben nicht genug finanzielle Mittel und es herrscht zumeist noch Kirchturmdenken. Naturpark und TTS möchten klar machen, dass es um die gesamte Destination Taunus geht und dass man dadurch viel bewegen und sich als einzelner Akteur dadurch auch weiterentwickeln kann.

Mobilität:

Ziel ist es, den Hessenpark und das Hinterland besser anzubinden und zu „modernisieren“, um die Besucherströme weg vom Hochtaunus hin zum weniger gut erschlossenen, aber attraktiven Hinterland zu lenken. Ein neues E-Bike-Konzept mit MOVELO wird erarbeitet, geplant sind 30 Stationen mit ca. 120 Rädern (derzeit sind es nur 10-12 mit 1-6 Rädern) insgesamt und großem Aufladenetz alle 15-20 km sowie der Möglichkeit, das Fahrrad an einem Ort abzuholen und an einem anderen Ort wieder abzugeben.

Kommunikation & Trends:

Regionalität wird nachgefragt und ist Thema bei den Gästen, das Thema Nachhaltigkeit ist hingegen noch nicht im Fokus der Gäste. NRP und TTS sind rege im Bereich Produktentwicklung, die Möglichkeiten der Umsetzung sind jedoch aus finanziellen Gründen begrenzt. Mithilfe von Förderungen wie LEADER-Projekten sollen Gelder akquiriert werden. Z. B. versucht man, dem Restaurantsterben entgegen zu wirken, indem man kulinarische Führungen anbietet.

Welche drei nachhaltige Reisetipps gibt es im Naturpark?
  • Das Taunus Informationszentrum (TIZ) als stadtnahes Naturerlebnis mit guter ÖPNV-Anbindung, dem Touristinformationszentrum und dem Restaurant Waltraud (saisonale und regionale Speisen) – von hier aus geht es direkt auf den Großen Feldberg (https://naturpark-taunus.de/naturpark).
  • Naturparkhotel Weilquelle – erstes „grünes“ Tagungs-Hotel im Taunus, das 100. in Deutschland „Certified Green Hotel“ (http://www.naturparkhotel.de)
  • Freilichtmuseum Hessenpark mit Führung (https://www.hessenpark.de)
Kontakt

Naturpark Taunus / Zweckverband Naturpark Taunus
Hermine Link
stellvertr. Geschäftsleitung/forstliche Beratung
Hohemarkstraße 192
61440 Oberursel
Tel.: 06171-97907-12
E-Mail: Hermine.Link@naturpark-taunus.de
http://www.naturpark-taunus.de